Waldpflege und Holzernte

Mit der Waldpflege strebt die Forstverwaltung einen stabilen und gesunden Waldaufbau an. Nadelhölzer wie Fichten, Tannen, Lärchen und Föhren sowie Laubhölzer wie Buchen, Ahorne, Eschen, Ulmen und Eichen sollen in einem angemessenen Prozentsatz am Bestandesaufbau vertreten sein.

Pro Jahr ist auf einer Fläche von über 60’000 m2 (6 ha) die Baumarten- und die Mischungsregulierung vorzunehmen. Auf Flächen, wo die natürliche Verjüngung nur schwer Fuss fasst (verunkrautete Flächen) und durch Windwurf verursachte Bestandeslücken werden pro Jahr ungefähr 1’000 Pflanzen gesetzt. Bei der Baumartenwahl wird dem Klimawandel Rechnung getragen.

Ein Drittel des genutzten Holzes werden als Stammholz regionalen Sägereibetrieben zur Weiterarbeitung verkauft. Die Hälfte des Hiebsatzes findet in Form von Hackschnitzeln oder “Brennholz lang” als Energieholz Verwendung. Der Rest geht in den Kanal der Spanplattenproduktion.

Unsere eigene Holzerequipe nutzt jährlich rund 6’000 Festmeter mit eigenen Betriebsmitteln. Rund 1’000 Festmeter werden durch private Forstunternehmungen mit einem spezialisierten Maschinenpark geerntet.

Naturschutzgebiete

Folgende Naturschutzgebiete sind im Eigentum der Burgergemeinde Burgdorf:

  • Gisnauflüh (kantonales Naturschutzgebiet): 31.61 ha
  • Oberburg- und Winterseyschachen (kantonales Naturschutzgebiet): 18.2 ha
  • Underbergetal (Landschaftsschutzgebiet): keine Flächenangabe
  • Alt- und Totholzinsel im Lyrewald (Oberburg): 1.96 ha
  • Alteichen und Feldgehölze auf dem Schönenbühli: 4,3 ha

In grossen Teilen der beiden erst genannten Gebiete verpflichtet sich die Burgergemeinde zur Einhaltung eines Nutzungsverzichtes bis ins Jahr 2056.

Naturschutzgebiete gelten als Ruhegebiete für die Natur. Uebermässige Belastungen und Störungen von Flora und Fauna durch Erholungssuchende (Abweichen von den Wegen) sind zu vermeiden. Dieser Grundsatz gilt auch für Hunde und deren Halter.

Der Naturpfad «Waldegg-Schinterhole»

Der Naturlehrpfad «Waldegg-Schinterhole» führt von der Walgeggbrücke emmeaufwärts, dem Röhreschachen entlang über die Heimiswilbrücke und auf der rechten Emmeseite, vorbei an den Sandsteinbrüchen, durch die Schinterhole zurück zur Waldeggbrücke. Der Beobachter findet auf diesem Rundweg unzählige Baum- und Planzenarten, Naturobjekte und Spuren unserer Kultur.

Zum Burgdorfer Naturlehrpfad existiert eine eigene Broschüre mit Karte, welche beim Tourist Office Burgdorf bezogen werden kann.

Tourist Office

Der Wald - ein Ort der Erholung

Feuerstellen

Feuerstellen im Pleerwald, auf dem Binzberg und Färnstu dienen der erholungssuchenden Bevölkerung als willkommene Raststätten.

Feuerstellen können nicht reserviert werden. Ein Verhaltenscodex gibt es nicht. Aber wir appelieren an die Toleranz, Sorgfalt und Achtung vor Wald und Natur. Abfall sollte mitgenommen werden. Die Waldbrandgefahr immer im Auge behalten.

Die Feuerstellen sollen allesamt zu Fuss erreicht werden. Bitte beachten Sie das Fahrverbot auf Waldstrassen. Waldspaziergänger und Sportler danken für Ihr Verständnis.

 

Vitaparcours

Der Vitaparcours befindet sich westlich der Stadt im Pleerwald. Ausgangspunkt ist der Parkplatz an der Strasse zur Rothöchi, die von der Bernstrasse abzweigt.

Der rund 2.5 km lange Parcours dient nicht nur Sportlern als Fitness-Strecke sondern eignet sich auch als gemütlicher Waldrundgang für die ganze Familie. Er liegt vollständig im Wald.

Waldführungen

Auf Wunsch bietet die Forstverwaltung thematisch ausgerichtete oder allgemeinde Waldführungen an. Für Schulen aus Burgdorf sind diese Waldführungen gratis.

Anfragen sind zu richten an:
Werner Kugler, Oberförster
Tel: 034 422 31 18

oder an
Simon Rieben, Revierförster
Tel: 079 248 94 68