Burger Journal 01 - April 2019
BEITRÄGE FÜR INVESTITIONEN UND BETRIEB Neben der Stadt Burgdorf hat die Burgergemeinde den Hauptharst der Umbaukosten von budgetierten 13,2 Millionen Franken mitgetragen. Es ist dies das erste derartige Engagement der Burgergemeinde für das Casino Theater. «Wir möchten mit unseren Bei trägen insbesondere Institutionen unterstützen, die ohne die entschlossene Unterstützung von Dritten gar nicht existieren könnten», begründet Burgerratspräsi dent Christoph Bürgi. Demgegenüber müssten aus Sicht des Burgerrats kommerziell agierende Organi sationen – wie etwa die Markthalle – ihr Angebot so ausrichten, dass sie selbsttragend sind und sich die Mittel für ihre Entwicklung selbst beschaffen können. Bedingung für die Beteiligung der Burgergemeinde am Umbau war unter anderem eine angemessene Vertretung im Verwaltungsrat: Nebst zwei Verwal tungsratsmandaten, die durch Edith Müller-Balsiger und Regula Urbanek besetzt sind, hat sie mit Markus Grimm auch das Präsidium inne. Sie bringt dadurch strategische und betriebswirtschaftliche Kompeten zen in die Unternehmung ein, hält sich jedoch bei der Programmierung, also dem effektiven künstlerischen Betrieb, bewusst zurück. Und: Sie ist neben der Stadt die grösste Aktionärin. In Ergänzung der einmaligen Zahlung an die Sanierungskosten unterstützt sie auch den laufenden Betrieb des Casino Theaters mit einem namhaften Jahresbeitrag. DER STARKE EMOTIONALE BEZUG ZUM CASINO Dadurch setzt die Burgergemeinde ein eindrückli ches Zeichen und bekennt sich nicht nur in Worten zur Kulturförderung. «Das Casino Theater gehört zum Selbstverständnis vieler Burgdorferinnen und Burg dorfer», sagt Christoph Bürgi. «Viele haben einen star ken Bezug, sei es, weil sie regelmässig Aufführungen besuchen, oder weil sie als Laiendarsteller oder im Rahmen von Schulveranstaltungen selbst schon dort aufgetreten sind oder weil sie an der Solätte immer schon auf der Casino-Terrasse Freunde trafen.» Nicht zuletzt deshalb ist die Burgergemeinde stolz auf das Gemeinschaftswerk. «Wenn ich ins Theater möchte, dann kann ich dies in meinem Wohnort tun und muss nicht zwangsläufig nach Bern, Langenthal oder in eine andere Stadt», so Christoph Bürgi.
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