Burger Journal 01 - April 2019
Der Wald EINGRIFFE FÜR DEN NATURSCHUTZ Der Forstbetrieb der Burgergemeinde sucht neue Wege in der ganzheitlichen Bewirtschaftung des Wal- des. Ein grosser Teil wird zur Holzgewinnung genutzt. Im Naturschutzgebiet, wo dies nicht möglich ist, sor- gen Massnahmen in Absprache mit den kantonalen Stellen für ökologisch sinnvolle Eingriffe – zugunsten der Artenvielfalt. Der Oberburg- und Winterseyschachen ist ein Auen gebiet von nationaler Bedeutung und steht als solches unter Naturschutz. Das Gebiet umfasst auentypische Lebensräume und fördert eine grosse ökologische Vielfalt. Es ist geprägt von einem abwechslungs reichen Mosaik an Lebensraumelementen, welches vielen seltenen Pflanzen- und Tierarten Platz bietet. DIE BURGERGEMEINDE BURGDORF GEHÖRT MIT TOTAL 791 HA BEWIRTSCHAFTETEM WALD FLÄCHENMÄSSIG ZU DEN GRÖSSEREN FORSTBETRIEBEN UND ZU DEN WENIGEN TECHNISCHEN FORSTVERWALTUNGEN IM KANTON BERN. Gemäss Naturschutzvertrag zwischen der Burger gemeinde Burgdorf als Waldeigentümerin und dem kantonalen Amt für Wald, der ein 50-jähriges Nut zungsverbot im Winterseyschachen vorsieht, soll sich die Natur hier ohne Zutun des Menschen frei ent wickeln und entfalten können. Dagegen darf der Wald im Oberburgschachen genutzt werden. PILZBEFALL BEI ESCHEN Klingt einfach – ist es aber nicht in jedem Fall: Das Naturschutzgebiet wird von der Bevölkerung rege zur Naherholung genutzt. So auch der Wanderweg zwi schen Hasle und Burgdorf. Dort im Winterseyscha chen wachsen standortbedingt viele Eschen, welche die feuchten Auen bevorzugen. «Seit rund 8 Jahren werden viele Jung- und Alteschen von der Eschen triebwelke befallen», beklagt Werner Kugler, Domä nenverwalter der Burgergemeinde Burgdorf. Ursache ist ein Pilz, welcher sich mittlerweile in über 20 Län dern Nord-, Ost- und Mitteleuropas verbreitet. «Der Krankheitsverlauf schreitet rasch voran, und viele Eschen werden in den nächsten Jahren absterben», Pleerwald © Markus Bolliger
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