Burger Journal 16 - November 2026

Ein Tausendsassa der Kleinkunst KULTURPREIS 2026 Wenn Mägic Hene seine grossen Zaubertricks aus Las Vegas vorführt, geht selten alles nach Plan. Mal versagt die Technik, mal scheitert der grosse Auftritt an einer Kleinigkeit. Doch genau darin liegt der Witz. Hinter dem vermeintlich tollpatschigen Zauberer steckt Markus Schrag, ein versierter Theatermann, der sein Publikum mit feinem Gespür für Situationskomik und der Kunst des Scheiterns begeistert. Mägic Hene ist nur eine von vielen Figuren, mit denen der Burgdorfer Kulturschaffende seit Jahrzehnten unterwegs ist. Sein Repertoire reicht vom komischen Kellner Bruno, der bei gesellschaftlichen Anlässen für unerwartete Zwischenfälle sorgt, über Improvisationstheater bis zu aufwendigen Strassenspektakeln. Und wenn Markus Schrag nicht selbst auf der Bühne steht, baut er Bühnenbilder, tüftelt an mechanischen Konstruktionen oder organisiert Anlässe, bei denen andere Kunstschaffende im Rampenlicht stehen. VON DER WERKBANK AUF DIE BÜHNE Dass Markus Schrag einmal sein Leben der Kleinkunst widmen würde, war keineswegs vorgezeichnet. Der heute 60-jährige absolvierte zunächst eine Ausbildung als Sanitärzeichner. Doch seine eigentliche Leidenschaft galt dem Theater. In den 1990er-Jahren zog er mit dem Theaterzirkus Wunderplunder durch die Schweiz und sammelte erste Erfahrungen mit Improvisation, Strassentheater und dem unmittelbaren Kontakt zum Publikum. Später führte ihn sein Weg nach Paris an die internationale Theaterschule Jacques Lecoq. Bei Philippe Gaulier vertiefte er seine OB ALS SCHRÄGER ZAUBERKÜNSTLER, KOMISCHER KELLNER, BÜHNENBAUER ODER ORGANISATOR: MARKUS SCHRAG IST EIN MULTITALENT MIT EINER VORLIEBE FÜRS UNKONVENTIONELLE. SEIN VIELSEITIGES SCHAFFEN UND SEIN ENGAGEMENT FÜR DAS BURGDORFER KULTURLEBEN WURDEN NUN MIT DEM KULTURPREIS 2026 DER BURGERGEMEINDE BURGDORF BELOHNT. Foto: Werner Bosshard / DiaProject

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