nicht zuletzt dank dem regelmässig erscheinenden Burger Journal, besser wahrgenommen, wenn wir Projekte massgeblich unterstützen oder in Burgdorf und der Region «Gutes tun». Man hat erkannt, dass die Burgergemeinde mit ihren Ressourcen einen sinnvollen und nachhaltigen Beitrag zur Entwicklung der Stadt und zur Förderung vieler Institutionen leistet. Das alte und längst überholte Image des elitären, vermögenden Zirkels ist wohl endlich vom Tisch. Stefan Liechti: Ich glaube auch, dass sich die öffentliche Wahrnehmung der Burgergemeinde stetig verbessert hat. Es wurde viel aktiver kommuniziert und transparenter informiert. Das führt dazu, dass sich auch jüngere Burgdorferinnen und Burgdorfer von der Burgergemeinde angesprochen fühlen. In den letzten Jahren liessen sich vermehrt junge Familien einburgern. Die Bevölkerung spürt, dass die Burgergemeinde aktiv ist, und das hilft bei der Verjüngung der Burgerschaft. Es geht bei vielen unserer Ziele um die nachfolgenden Generationen und nicht nur um das Hier und Jetzt. MIT BLICK AUF DIE FOLGENDEN GENERATIONEN Burger Journal: Apropos Ziele. Was war eure Motivation für das persönliche Engagement in der Burgergemeinde, und konntet ihr eure Ziele erreichen? Stefan Liechti: Fünf Jahre nach Aufnahme in die Burgergemeinde zusammen mit meiner Familie erfolgte die Wahl in den Burgerrat als Leiter des Ressorts Wald, was meiner Leidenschaft voll und ganz entsprach. Ich wollte mich für die Burgdorfer Bevölkerung engagieren, jedoch nicht in einem politischen Gremium. Da war die Burgergemeinde die ideale Plattform. Und ich glaube, wir konnten in diesem Bereich einiges bewegen. Mit den interessanten und beliebten Waldbegehungen und den Vorträgen von Fachpersonen wurde die Burgerschaft für die aktuellen Waldthemen sensibilisiert. Und es wurde eine breite Akzeptanz geschaffen für die von der Burgergemeinde betriebene Waldwirtschaft, die stets auf die Balance von Nutzung, Schutz und Erneuerung baut. Mir ist es ein Anliegen, dass die Bevölkerung dem Wald mit dem nötigen Respekt und mit Sorgfalt begegnet. Christoph Bürgi: Als Burgerratspräsident geht es weniger um persönliche Ziele während einer Amtszeit als vielmehr um langfristige Verantwortung über das eigene individuelle Wirken hinaus. Als ich gewählt wurde, fühlte ich mich zuallererst einfach geehrt. Ich bin überzeugt von der Institution Burgergemeinde und will dazu gerne etwas beitragen. Und ich setzte mich stets dafür ein, dass wir mit unseren Ressourcen haushälterisch umgehen und bei unseren Aktivitäten immer den Blick auf künftige Generationen richten. Stefan Liechti, Burgerrat Ressort Wald Christoph Bürgi, Burgerratspräsident
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