andra Kunz auch Mirjam Hässig, Remo Zumstein und Präsident Lorenz Landolt angehören, entscheidet über Inhalte und Beiträge. «Die öffentliche Ausschreibung macht das Projekt zwar aufwändiger», so Raff Fluri, «aber auch spannender. Wir haben inzwischen rund 700 Boxen mit Beiträgen von 39 Kunstschaffenden umgesetzt.» Dazu kommen über die Zusammenarbeit mit dem Kulturzeugkasten in Brig auch einige aus anderen Teilen der Schweiz. Der Automat selbst hat eine kleine Vorgeschichte. Die Kulturkommission hatte sich auf die Suche nach einem passenden Gerät gemacht – zuerst online, dann auf eigene Faust in Restaurants, Brockenhäusern und Lagerräumen. Mehrere Maschinen wurden gekauft, um zu testen, was sich umbauen lässt. Gebraucht wurde nicht nur Technikverständnis, sondern auch viel Experimentierfreude. Das Design samt Logo und dem Teppich, auf dem der Automat steht, stammt von Alexandra Kunz. Entstanden ist ein markantes Objekt, das nicht nur die Inhalte transportiert, sondern selbst Teil des Projekts ist. INTERAKTION MIT DEM PUBLIKUM Finanziert wird die minikunstbox von der Burgergemeinde Burgdorf. Es ist wie der Kultur- und Kulturförderpreis ein Projekt, das direkt aus der Kulturkommission heraus entstanden ist. «Wir sind ein tolles Team und haben jeweils spannende Sitzungen», sagt Präsident Lorenz Landolt. «Trotzdem – oder gerade deshalb – ist es harte Arbeit.» Die Administration sei aufwändig, sagen auch Alexandra Kunz und Raff Fluri. Die Resonanz überwältigend, die Bevölkerung begeistert, die Kunstschaffenden ebenfalls. «Das direkte Feedback ist durchwegs positiv. Viele ziehen nicht nur eines, sondern gleich mehrere Päckchen.» Dabei geht es nicht nur um Kunstkonsum. «Ein Ziel war von Anfang an, eine Interaktion zwischen Kunstschaffenden und Publikum zu ermöglichen», erklärt Raff Fluri. Viele der Werke enthalten Hinweise auf Social-Media-Profile oder QR-Codes zu weiterführenden Inhalten. So entsteht ein spielerischer Dialog zwischen analoger und digitaler Welt. Die minikunstbox schafft Begegnungen, auch zwischen Menschen, die sich sonst vielleicht nicht mit Kunst beschäftigt hätten. Zudem vernetzt die minikunstbox im Internet und auf Social Media auch die Kunstschaffenden selbst. Das Projekt ist vorerst auf drei Jahre befristet. Die Kulturkommission plant bereits neue Ideen, aber vieles ist noch offen. Der nächste Standort der minikunstbox steht ebenfalls noch nicht fest. Sicher ist: Die minikunstbox wird weiterreisen – und mit ihr die kleinen Überraschungen, die sie bereithält. Denn manchmal reicht eine kleine Schachtel, um Grosses auszulösen. Hier ist Tüfteln angesagt: Raff Fluri justiert die minikunstbox an einem ihrer Standorte. Wohin die Reise der minikunstbox als nächstes geht, steht noch nicht fest.
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