Burger Journal 02 - September 2019
Der Wald in Zeiten des Klimawandels SIND UNSERE WÄLDER IN GEFAHR? FÜR OBERFÖRSTER WERNER KUGLER IST KLAR: DIE WÄLDER IN UNSERER UMGEBUNG STEHEN AUS ZAHLREICHEN GRÜNDEN VOR GROSSEN HERAUSFORDERUNGEN. UND DAMIT AUCH IHRE BESITZER. HANDELN UND EXPERIMENTIEREN IST ANGESAGT. «Wenn mehrheitlich Rottannen vorkommen, dann ist das unter den gegebenen Voraussetzungen problema tisch.» Denn Flachwurzler haben am ehesten Proble me, wenn der Niederschlag fehlt. Und geschwächte Bäume sind anfällig auf Schädlinge wie den Borken käfer und gegenüber Pilzbefall. In den vergangenen Jahrzehnten wurden derlei Nadelholzwälder aus wirt schaftlichen Gründen gefördert. «An Standorten, die damals schon nicht optimal waren», so Werner Kugler. Etwa auf stark durchlässigen Schotterböden entlang der Emme. FRÜHER SCHADSTOFFE, HEUTE TROCKENHEIT Waren es vor 40 Jahren, als der Begriff des Waldster bens in aller Munde war, vor allemSchadstoffe, welche den Wäldern zusetzten, so ist es heute die Trockenheit und deren negativen Folgen für die Baumbestände, welche aufgrund der klimatisch geänderten Standort Wald ist wichtig. Nicht nur für den Menschen, der ihn nutzen kann, ihn als Erholungsgebiet schätzt und dem er eine Schutzfunktion bietet. In unseren Wäldern le ben knapp die Hälfte der hier bekannten Pflanzen-, Tier- und Pilzarten. Auch filtern die Waldgebiete un sere Luft und binden CO2. Doch die derzeit schnellen klimatischen Veränderungen stellen für die Bäume eine grosse Herausforderung dar. Häufige und lang anhaltende Hitzeperioden und damit verbundene Tro ckenheit beeinflussen das Wohlbefinden. Dies verän dert die Zusammensetzung der Baumarten und lässt die Waldgrenze ansteigen. Werner Kugler, Oberförster und Domänenverwalter der Burgergemeinde Burgdorf, sieht insbesondere bei Wäldern mit einem grossen Nadelholzanteil Gefahren:
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