Burger Journal 15 - April 2026

– Zukunft mit Herkunft KONTINUITÄT ZUM WOHL DER ALLGEMEINHEIT Über Generationen hinweg gehörten die Fankhausers zu den prägenden Familien in der wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Entwicklung Burgdorfs. Schon 1604 hier eingeburgert, bekleideten mehrere Sprosse der Familie das Amt des Burgermeisters und hatten damit massgeblich Einfluss auf die städtischen Angelegenheiten. Der heute 91-jährige Heinz Fankhauser ist Vertreter der zehnten Generation. Er war von 1986 bis 2001 selbst Mitglied des Burgerrats und hat als historisch interessierter Burger die Entwicklungen der Burgergemeinde seit jeher verfolgt. Denn bei aller Kontinuität: Die Rolle und das Selbstverständnis der Burgergemeinde haben sich im Laufe der Jahrhunderte und erst recht in den letzten 50 Jahren stark gewandelt. VOM EXKLUSIVEN KREIS ZUR OFFENEN INSTITUTION «Zu meiner Zeit waren wir uns im Burgerrat bewusst, dass die öffentliche Wahrnehmung der Burgergemeinde kontrovers ist. Viele sahen in der Burgerschaft immer noch einen elitären, vermögenden Kreis, der sich als undemokratisches Relikt aus früheren Jahrhunderten erhalten habe», erzählt Heinz Fankhauser. In aller Munde war damals auch die laute Kritik an der viel grösseren, wohlhabenden und sehr einflussreichen Burgergemeinde Bern. Dieser wurden immer wieder dubiose Machenschaften, subtile politische Machtausübung und historische Verbindungen zu Nazi-Gesinnung vorgeworfen. IM BURGERRAT GAB ES JÜNGST EINIGE WECHSEL. BEAT MAURER AMTET NEU ALS BURGERRATSPRÄSIDENT, UND MIT MARTIN HAUERT UND JÜRG LUTZ SIND ZWEI NEUE MITGLIEDER INS GREMIUM GEWÄHLT WORDEN. SCHON LÄNGST NICHT MEHR DABEI IST HEINZ FANKHAUSER. MIT IHM UND DEN «NEUEN» SPRACHEN WIR ÜBER DIE BURGERGEMEINDE IM WANDEL DER ZEIT.

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