Burger Journal 15 - April 2026

heit zu ermöglichen. Dies, sowie die Bewahrung des historischen Erbes und des natürlichen Lebensraums, sind die wirklich ausschlaggebende Legitimation einer modernen Burgergemeinde im 21. Jahrhundert. FÜR EIN LEBENSWERTES BURGDORF, HEUTE UND IN ZUKUNFT «Wir wollen in Zusammenarbeit mit der Einwohnergemeinde, mit Privatpersonen und Unternehmen unsere Stadt vorwärtsbringen und die zahlreichen Stadtqualitäten erhalten und verbessern. Dafür setzen wir unsere Mittel ein», bringt es Beat Maurer auf den Punkt. Burgdorf soll der Bevölkerung echte lokale Lebensqualität bieten, und zwar in allen Lebensbereichen: Beim Wohn-, Einkaufs- und Arbeitsplatzangebot, im Freizeit- und Kulturbereich und auch hinsichtlich eines intakten Lebensraums. Dabei kann die Burgergemeinde als Impulsgeberin aber auch «Ermöglicherin» von konkreten Projekten fungieren. Weil sie nicht auf unmittelbare, schnelle Rendite angewiesen ist, kann sie langfristig angelegte Projekte zur Erhaltung oder Verbesserung der Stadtqualität für die Allgemeinheit mittragen. Dabei können nebst dem heutigen Engagement durchaus auch neue Themen in den Fokus treten. «Wir sind offen und denken darüber nach, in welchen zukunftsrelevanten Bereichen sich die Burgergemeinde künftig stärker einbringen wird», erklärt Beat Maurer. NEU IM BURGERRAT: JÜRG LUTZ UND MARTIN HAUERT Der gebürtige Oberburger Jürg Lutz ist seit seiner Schulzeit am Gymnasium mit Burgdorf verbunden. Nach dem Studium der Betriebswirtschaft und mehreren Jahren in verschiedenen Führungspositionen liess er sich 2009 mit seiner Familie in Burgdorf nieder und engagiert sich als selbständiger Strategieberater, Verwaltungsrat und Investor in zahlreichen innovativen Unternehmen. Mit besonderem Herzblut und seit bald 20 Jahren übernimmt er Verantwortung in der Tennishalle Burgdorf AG. Dazu kam nun sein Amt im Burgerrat, wo er das Ressort Finanzen übernimmt. «Als gut aufgestellte Burgergemeinde können wir Dinge bewegen und erhalten, ohne kurzfristige betriebswirtschaftliche Kriterien erfüllen zu müssen. Darauf freue ich mich», erklärt Jürg Lutz seine Motivation, sich in der Burgergemeinde einzusetzen. Martin Hauert ist quasi mit der Burgergemeinde aufgewachsen. Er bewirtschaftet mit seiner Familie den burgerlichen Landwirtschaftsbetrieb Lerchenboden in dritter Generation und erinnert sich noch gut daran, wie es als Kind war, wenn jeweils einmal im Jahr der Burgerrat den Pachtbetrieb besuchte. «Heutzutage ist der Umgang viel lockerer und weniger formell als zu Zeiten meiner Kindheit», erzählt Martin Hauert. Es mache ihn stolz, als Mitglied des Burgerrats im Ressort Wald mitwirken zu können. «Als die Anfrage kam, bin ich fast ein bisschen erschrocken und fühlte mich gleichzeitig sehr geehrt», gibt er zu. Als Landwirt und mit Boden und Wald besonders eng verbundenem Burger liegt ihm der Erhalt und die Pflege der natürlichen Ressourcen besonders am Herzen. «Die Burgergemeinde muss in die Zukunft schauen und zum Vorteil kommender Generationen handeln. So hat sie es schon immer getan. In heutigen Zeiten von Klimawandel und ungezügeltem Profitdenken ist diese Haltung umso wichtiger.» Jürg Lutz, Ressort Finanzen Martin Hauert, Ressort Wald

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